Die ganze Vielseitigkeit des Westernpferdes ist in der Versatility gefragt. Die Disziplin Versatility Ranch Horse wurde von der American Quarter Horse Association vor einigen Jahren geschaffen, um die Allaround Fähigkeiten des American Quarter Horse zu fördern. Hier geht es um die ursprüngliche Arbeit der Cowboys. Bei der Versatility Ranch Horse werden die Pferde in folgende fünf Disziplinen gezeigt: Ranch Riding, Ranch Trail, Ranch Cutting, Working Ranch Horse, Ranch Conformation. Wer die meisten Punkte aus allen Disziplinen zusammen hat, gewinnt das Turnier.

(-> hier geht's zu den Regeln)              TEILNEHMERINFO 2010 DER AQHA

 

Ranch Riding:
In dieser Klasse wird die Fähigkeit des Pferdes gezeigt, sich unter dem Reiter in Arbeitstempo zu bewegen. Gezeigt werden 3 Gangarten – Schritt, Trab und Galopp – in jede Richtung der Arena. Die Pferde zeigen Richtungsänderungen, Stops und Rückwärtsrichten. Ein Pferd das mit natürlicher Kopfposition, aufmerksamen Ohren und in der der jeweiligen Gangart natürlichen Geschwindigkeit gezeigt wird, wird positiv bewertet. Dies gilt ebenfalls für weiche Übergänge zwischen den Gangarten und exakte Gangartwechsel wo diese gefordert sind.
Ranch Riding und Ranch Trail werden hintereinander gezeigt, jeder Reiter beginnt mit dem Trail und schließt dann die Ranch Riding an.

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Ranch Riding Pattern 2009
Ranch Riding Pattern 1   Pattern 2   Pattern 3   Pattern 4

 

Ranch Trail:
Diese Klasse besteht aus einem Parcours aus wenigstens 6 Hindernissen, er zeigt die Fähigkeit und den Willen des Pferdes verschiedene Aufgaben, die von ihm währen eines normalen Ranchalltags verlangt werden können, zu bewältigen. Wenn möglich sollen natürliche Hindernisse verwendet werden und der Parcours soll außerhalb der Arena aufgebaut werden und das natürliche Terrain nutzen. Das Pferd wird in 3 Gangarten bewertet – Schritt, Trab und Galopp – die zwischen den Hindernissen gezeigt werden. Das Pferd das aufmerksam und in korrekter Gangart geht wird positiv bewertet. Pflichthindernisse sind das Öffnen, Durchreiten und Schließen eines Tores und das Ziehen eines Balkens entweder in gerader Linie oder nach einem vorgeschriebenen Pattern. Das dritte Pflichthindernis ist das Stillstehen des Pferdes während der Reiter Kopfstück und Gebiss abnimmt und dieses wieder anlegt und dann alle 4 Hufe des Pferdes anhebt. Einige Wahlhindernisse sind die Überquerung eines Wassergrabens, das Treten über Stangen, Rückwärtsrichten oder das Überqueren einer Brücke.

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 Ranch Cutting:
Ein einzelnes nummeriertes Rind wird vom Reiter aus einer Rinderherde getrennt und das Pferd muß seine Fähigkeit zeigen dieses Rind zu kontrollieren und von der Herde fernzuhalten. Wenn der Reiter dies seiner Meinung nach ausreichend gezeigt hat trennt er ein weiteres nicht nummeriertes Rind aus der Herde und arbeitet dieses wie zuvor.
Der Reiter wird von 2 Turnback-Reiter und 2 Herdholdern unterstützt. Das Zeitlimit für das Arbeiten der 2 Rinder ist 2 Minuten.
Im Unterschied zu der Einzeldisziplin Cutting darf der Reiter in der Klasse Ranch Cutting die Zügel einsetzen.
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Working Ranch Horse: 
Diese Klasse ist in 3 Teilbereiche gegliedert. Der Reiter beginnt mit einer Reining, dies ist die ‚Westerdressur‘, bestehend aus verschiedenen Manövern und Tempowechseln. Elemente sind Spins, Sliding Stops, Zirkel, fliegende Galoppwechsel, Roll Backs und Rückwärtsrichten. Die Aufgabe wird nach einem vorgegebenen Pattern geritten.
Im Anschluß an diese ‚Dry Work‘ wird ein einzelnes Rind in die Arena getrieben, dieses wird zunächst vom Reiter an der kurzen Seite der Arena gearbeitet. Hierbei zeigt das Pferd seine Fähigkeit das Rind zu kontrollieren. Wenn der Reiter der Meinung ist daß das Pferd dies ausreichend gezeigt hat treibt er das Rind entlang der langen Seite der Arena, überholt es, wendet es ab und treibt es in die entgegengesetzte Richtung, überholt erneut und wendet das Rind erneut ab.
In dem sich dann anschließenden 3. Teil dieser Prüfung ist des die Aufgabe des Reiters, das Rind mit dem Rope (Lasso) einzufangen. Bewertet wird die Fähigkeit des Pferdes dem Rind zu folgen, eine gute Arbeitsposition einzunehmen und zu halten und das Rind zu stoppen.
In Europa gilt für diesen Teilbereich eine Sonderregelung: Zum Einfangen des Rindes wird ein Rope mit einer sog. Break-Away-Hoda verwendet. Diese stellt sicher daß sich das Rope bei Zug öffnet.
Weiterhin hat der Reiter auch die Möglichkeit, das Rind wie in einer Working Cowhorse zu zirkeln.

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 Ranch Conformation: Das Pferd wird an der Hand vorgestellt und anhand des Gebäudes bewertet. Hier sind ein ausgewogenes Äußeres, gute Bemuskelung, schöne Bewegungen und Pferdetyp von Bedeutung.







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